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Golden Retriever Mutter mit Welpen

Der gute Züchter

Mit diesem Beitrag möchte ich vermitteln, was aus meiner Sicht einen guten Züchter ausmacht und woran man/frau einen guten Züchter erkennen kann. Die Rasse Der Züchter hält nur eine Rasse. Interessierten Kunden gibt er bereitwillig Auskunft über alle Zuchtprobleme die bei dieser Rasse auftreten, angefangen von Erbkrankheiten bis hin zu anatomischen Besonderheiten. Er informiert die Käufer über die rassetypischen Merkmale und weist auf besondere Erziehungsmaßnahmen hin. Weiterhin gibt er Auskunft darüber, welche Maßnahmen er zur Verbesserung der Qualität der Rasse unternimmt. Beispielsweise tätigt er Zukäufe aus anderen Zuchtlinien, vermeidet Wiederholungspaarungen, oder er wählt genetisch weit entfernte Elterntiere aus, wobei er unter Umständen lange Fahrten unternehmen muss. Der Züchter lässt seine Hündin maximal einmal im Jahr decken. Im Alter von maximal 8 Jahren wird die Hündin aus der Zucht genommen. Die Zuchtstätte Die Aufzuchträume sind hell und geräumig sowie mit fließendem Wasser ausgestattet. Je nach Rasse sind die Räume gegebenenfalls beheizbar. Alle Räumlichkeiten sind hygienisch einwandfrei und sauber. Im optimalen Fall leben die Hunde zusammen mit der Familie des Züchters. Sie sind weder isoliert noch ständigem …

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Quo vadis Zucht ?

Ein nicht ganz wertfreier Beitrag über die Zucht. Die Probleme in der Zucht Die unterschiedlichen Hunderassen entstanden über 10.000 von Jahren hinweg. Zunächst wurden die Hunde hinsichtlich ihrer Arbeitsleistung selektiert und erst in jüngerer Zeit ist durch die Selektion nach Schönheit dieser Aspekt entfallen oder zumindest zurück gedrängt. Der Wunsch des Züchters, immer schneller das Ideal zu erreichen, führte schließlich zur Inzucht und in letzter Konsequenz zur Inzestzucht. Christoph Jung schreibt in der März Ausgabe, 2012 des Hundemagazins WUFF: … Ganz im Gegenteil erlaubt der VDH, wie die meisten anderen Zuchtverbände auch, Inzestzucht ausdrücklich. Es wird lediglich verlangt, dass eine Ausnahmegenehmigung des Rassehunde Zuchtvereins vorliegt. In vielen VDH-Mitgliedsvereinen wird dann auch auf „vorherige schriftliche Genehmigung des Zuchtleiters“ (hier z.B. Beagle Club Deutschland) und ähnliche Regelungen abgestellt. So wird Inzestzucht faktisch unbehelligt praktiziert – hier und heute. … Mit der Schließung der Zuchtbücher bleibt den Züchtern letzten Endes auch keine andere Möglichkeit als zum Zuchtmittel Inzucht, bzw. Inzestzucht zu greifen. Ist die Genforschung der Heilsbringer ? Symptome aus der Überzüchtung sind Erbkrankheiten, Allergien und Verhaltensauffälligkeiten. Nicht zuletzt …

Logo der Kampagne Gelber Hund

Die Aktion Gelber Hund

HomoCanis unterstützt schon seit einer Weile die Kampagne Gelber Hund. Dieser Beitrag liefert einen Überblick über die Hintergründe. Woher kommt die Kampagne Gelber Hund Die Idee zur Kennzeichnung von Hunden, die eine größere Individualdistanz benötigen, stammt aus Australien. Einige Hundeschulen dort nutzen die gelbe Kennzeichnung, um ihre Kurse für empfindliche Hunde einfacher zu gestalten. Die schwedische Initiatoren fand diese Idee gut und starteten die Kampagne Gulahund. Mittlerweile läuft die Kampagne bereits in mehreren Ländern, so auch in Deutschland. Hintergrund dieser Aktion ist, dass Hunde, die einen größeren Freiraum benötigen um sich wohl zu fühlen, mit einer gelben Markierung gekennzeichnet werden. Dies kann eine Schleife, ein Tuch oder Band sein, das am Halsband, an der Leine oder am Geschirr befestigt ist. Wenn Sie also einen Hund sehen, der eine gelbe Markierung trägt, gewähren Sie diesem und seinem Halter mehr Freiraum. Am besten laufen Sie einen Bogen und lassen Sie Ihren Hund nicht zu dem gekennzeichneten Hund. Die gelbe Markierung bedeutet, dass der Hund keinen Kontakt mit fremden Hunden wünscht, oder gar verträgt. Sie dient aber nicht …

verschiedene Hunderassen

Von der Ordnung der Rassen

Bei keinem anderen Haustier treten so viele Rassen auf wie beim Hund. Die große genetische Variabilität des Hundes scheint heutzutage die Züchter zur Übersteigerung von rassetypischen Merkmalen zu verleiten. Die Folgen hiervon sind Hunde denen ein artgerechtes Leben fast unmöglich ist. Solange die Hunde vielfältige Aufgaben zu verrichten hatten, sie dienten als Jagdhund, Kriegshund, Hütehund, Schutzhund, Lasttier oder als Nahrung, lag das Zuchtziel zunächst in der Ausprägung der Eigenschaften, die für die geforderten Leistungen benötigt wurden. Die Hunde sahen weitestgehend ähnlich aus. Eine Rasse definiert sich dadurch, dass es sich um Tiere gleicher Art handelt (Schlag), die gleichartige Nachkommen zeugen. Die Rassen zu Zeiten der Römer Zu Zeiten der Römer wurden wohl erstmals die Hunde in Rassengruppen eingeordnet. Die Unterteilung ergab sich aus der Funktion, die die Hunde inne hatten. So gab es zum Beispiel Haushunde Schäferhunde Kriegshunde nach der Nase jagende Hunde nach Sicht jagende Hunde Die Rassen im Mittelalter Der erste Rassenhundzuchtkatalog wurde 1486 Julia Berners, der Priorin des Nonnenklosters in Sopwell, Herdfordshire, England, zu geschrieben. Sie unterteilte die Hunderassen in Windhunde Bastarde …

Wölfe

Vom Wolf zum Hund

Jeder weiß, dass der Hund vom Wolf, genau genommen vom Grauwolf, abstammt. Der genetische Code von Wölfen und Hunden ist zu 99,96% identisch. Dennoch ist der Hund kein Wolf. Es ist unbestreitbar, dass Hunde einige Eigenschaften mit den Wölfen gemeinsam haben. Hierzu gehören zum Beispiel die grundlegende Anatomie, der feine Geruchssinn und ihre Fähigkeit dauerhafte soziale Bindungen einzugehen. Dennoch unterscheiden sich Hunde in vielerlei Hinsicht von den Wölfen. Ein offensichtlicher Unterschied ist das Aussehen. Es gibt winzige Hunde, sehr große Hunde, Hunde ohne Fell, Hunde mit sehr viel Fell und so weiter. Ein weiterer Unterschied liegt darin, dass sich Hunde an ein Leben mit Menschen angepasst haben. Biologen haben erkannt, dass Hunde keine Rudeltiere sind. Sie schließen sich zwar hin und wieder zu Gruppen zusammen, bilden aber eher keine Familienverbände ganz im Gegensatz zu den Wölfen. Sie gehen lieber Beziehungen zu Menschen ein. Trotzdem brauchen die Hunde Kontakt zu Artgenossen. Im biologischen Sinn ist ein Rudel ein geschlossener (d.h. nicht beliebig austauschbarer) und individualisierter (die Mitglieder erkennen sich individuell) Zusammenschluss von Tieren. Oft besteht dieser …