Therapiehundeausbildung
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Ausbildung zur tiergestützten Intervention

Die Hundeschule HomoCanis bietet ab 18.03.2017 einen neuen Lehrgang zur tiergestützten Intervention an.
In Zusammenarbeit mit einer Tierärtztin, zwei Diplom-Sozialpädagogen, die schon jahrelange Erfahrung mit Hunden im Einsatz haben, und einer Kollegin, werden in sechs Wochenendseminaren und begleitenden Trainingsstunden alle Kenntnisse und Fertigkeiten vermittelt, die für einen Einsatz zur hundegestützten Intervention notwendig sind.

Eine Abschlussprüfung (theoretisch sowie praktisch) und eine Videodokumentation eines praktischen Einsatzes führen schließlich zu
einer Zertifizierung.

Voraussetzungen

Für die Teilnahme an der Ausbildung werden folgende Punkte vorausgesetzt:
• Für den Hund muss eine gültige Haftpflichtversicherung bestehen
(Nachweis erforderlich).
• Der Hund muss ausreichend geimpft sein (Nachweis erforderlich).
• Die Grundausbildung des Hundes sollte nahezu abgeschlossen sein.
Falls die Begleithundeprüfung oder der Hundeführerschein erfolgreich
abgeschlossen wurde, bitte den Nachweis liefern.
• Der Hund sollte mindesten 1,5 Jahre alt sein.
• Der Hund muss in der Familie der Begleitperson leben.
• Der Hund sollte mit Artgenossen und mit Menschen sozialisiert sein.
Eine weitere Voraussetzung für den Einsatz der Hunde ist, dass diese auf
ihre Eignung getestet wurden.

Seminare

Folgende Seminare werden angeboten:

Das Orientierungsseminar

Das Orientierungsseminar bietet eine Einführung über das Wesen Hund, über
seine Herkunft, seine Entwicklung und seinen Einfluss auf den Menschen.
Weiterhin werden die Entwicklung der tiergestützten Intervention, sowie
die Einsatzmöglichkeiten für den Hund, besprochen. Thematisiert werden
auch die rechtlichen Rahmenbedingungen, als auch die Voraussetzungen
die das Mensch-Hund Team mitbringen müssen. Zum Abschluss wird eine
Übersicht der Seminare gegeben, die für die Zulassung zur Prüfung besucht
werden müssen. Außerdem findet eine Eignungsabschätzung des jeweiligen
Mensch-Hund Teams statt.

Das Lernverhalten beim Hund

In diesem Seminar werden die Grundlagen zum Lernverhalten des Hundes
besprochen. Wie lernt der Hund, welche Formen des Lernens können bei
der tiergestützten Intervention verwendet werden, welche Auswirkungen
hat Stress auf das Lernen, wie kann die Motivation des Hundes aufrecht
erhalten werden und weitere Themen mehr.
Im Einzelnen werden folgende Themen besprochen:
• Neurophysiologische Grundlagen
• Lernformen (Klassische Konditionierung, Operante Konditionierung,
Gewöhnung, soziales Lernen)
• Stress und Lernen
• Belohnung – Verstärker
• Primäre, sekundäre, funktionale Verstärker
• Trainingsprinzipien
• Trainingstagebuch
Zwischendurch werden immer wieder praktische Übungen eingestreut.

Kommunikation mit dem Hund – Ausdrucksverhalten

In diesem Seminar wird sich mit der Kommunikation mit dem Hund
beschäftigt. Hunde kommunizieren analog mit uns, das heißt, sie drücken
mittels Mimik, Gestik, Körperhaltung und Lautäußerung (Bellen) ihre
Befindlichkeit aus.
Nach einer Einführung über die Kommunikation und der Vorstellung
einzelner Ausdruckselemente, wird anhand von Bild- und Filmmaterial
das Erkennen und Deuten des Ausdrucksverhaltens geübt. Gerne können
hierbei auch die eigenen Hunde beobachtet werden.

Gesundheit – Hygiene – Stress erkennen und Stressmanagement

Dieses Seminar steht ganz im Zeichen der Gesundheit des Hundes. Nach
einer Einführung in die Anatomie des Hundes, werden die Infektionskrankheiten,
die vom Hund auf den Menschen, und auch anders herum, übertragen
werden können, besprochen. Weitere wichtige Themen sind das
Erkennen von Vergiftungserscheinungen, Impfungen die Hund haben sollte,
sowie welche Hygienemaßnahmen für einen Einsatz des Hundes in
Einrichtungen vorgenommen werden sollten.
Abgerundet wird das Seminar durch einen Erste-Hilfe Kurs und Vorstellung
von Maßnahmen gegen Stress.

Praktischer Einsatz des Hundes in der Schule, sowie
sozialen Einrichtungen und Konzeptentwicklung

In diesem Seminar geht es voll und ganz um den praktischen Einsatz der
Mensch-Hund-Teams. Die Inhalte des Seminars sind:
• Voraussetzungen und notwendige Rahmenbedingungen für den Einsatz
des Hundes in der Einrichtung
• Beispiele aus der Praxis tiergestützter Therapie und Pädagogik mit
Vorstellung von Arbeitsmaterialien, Übungen und Spielen
• Literaturempfehlungen
• Analyse des eigenen Arbeitsplatzes und der Einsatzmöglichkeiten des
Hundes
• Individuelle Konzeptentwicklung

Einführung in die systemischlösungsorientierte
Gesprächsführung

Die Arbeit mit Klienten erfordert eine einfühlsame, zielgerichtete Gesprächsführung.
In diesem Seminar wird ein Konzept vermittelt, solche Gespräche
hilfreich und zielgerichtet zu führen.
Folgende Inhalte werden hierbei vermittelt:
• Grundlagen einer systemisch-lösungsorientierten Gesprächsführung
• Die Kunst des banalen Fragens
• Impacttechniken
• Reframing
• Aktives Zuhören
In vielen praktischen Übungen und Rollenspielen werden Methoden vermittelt,
die sich in der praktischen Arbeit leicht umsetzen lassen.

Die praktische Ausbildung

Die praktische Ausbildung wird im Rahmen von 40 Trainingsstunden durchgeführt.
Diese verteilen sich auf 2 Stunden pro Woche, sodass die praktische
Ausbildung nach 20 Wochen abgeschlossen ist.
Die praktische Ausbildung umfasst
• das Verhalten gegenüber Menschen
• das Verhalten gegenüber anderen Tieren
• die Kontrolle und Einflussnahme durch den Menschen
• Gewöhnung an zukünftige spezifische Situationen
• Gewöhnung an Geräusche, Lärm und Schrecksituationen
• Vertiefung der Bindung des Mensch-Hund Teams

Weitere Informationen sind unter https://therapiehunde.homocanis.de zu finden.

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